Burg bei Magdeburg und Umgebung
Kirche Sankt Johannis Baptist
http://www.burgundumgebung.de/sehenswuerdigkeiten/kirche.html

Copyright © 2017 Burg bei Magdeburg und Umgebung
 

Kirche Sankt Johannis Baptist

Nach der Schlacht bei Jena löste sich das Burger Regiment auf und ein grosser Teil der entlassenen Soldaten blieben im Burg und bildeten die neue Pfarrgemeinde. Weihnachten 1814 begann Pfarrer Columban Valensieck  den ersten  Gottesdienst in der gemieteten Kapelle des St. Johannes-Hospitals. Am 09. September 1827 muss aus finanziellen Gründen diese Hospitalkappelle verlassen werden und 1835 wird das Grundstück in der Berliner Strasse 38 erworben. Dieses Haus war gleichzeitig Schulgebäude, sowie Wohnung des Lehrers und des Pfarrers. Die dort vorhandene Scheune wurde ab 1839 als Notkirche genutzt.

Als 1899 diese Kirche wegen Einsturzgefahr baupolizeilich gesperrt wurde, konnte erst 1903 das Grundstück Grünstrasse 13 (heutiges Pfarrhaus) gekauft werden. Zeitgleich findet der Einzug in das von der Gemeinde neu errichtete Schulgebäude statt.

Als durch Spendengelder 1903 in der Blumenthaler Strasse die Flächen Nr. 3 / 4 / 5 und 6 hinzukommen, kann 1904  nach Plänen des Diözesenbaumeisters Dr. Güldenpfennig aus Paderborn mit dem Bau der Kirche im neugotischen Stil begonnen und am 06. November 1904 feierlich der Grundstein gelegt werden.

Die vom Fabrikanten Ernst Tack gespendeten Glocken wurden am 22.Oktober 1905 geweiht.

Durch Probst Dr. Schauerte aus Magdeburg wurden am 27. Mai1906 der fertige Sakralbau benediziert und am 20. Mai 1908 durch Bischof Dr. Wilhelm Schneider konsekriert. 1913 wurde der durch Bildhauer Joh. Bapt. Moroda aus St. Ulrich in Tirol geschnitzte neue Kreuzweg von Pfarrer Hünermund eingeweiht.

Die Glocken des Turmes wurden am 1. August 1917 beschlagnahmt und abgenommen. Am 17. Juni 1923 wurden dann zwei neue Glocken durch Pfarrer Bruns geweiht. Dieser Vorgang  wiederholt sich ein zweites Mal 1941, als die beiden Glocken „Johannes und Maria“ für Kriegszwecke vom Turm geholt wurden. Erst 1956 wurden drei neue Glocken am Dreifaltigkeitstag durch Caritasdirektor Solbach aus Magdeburg geweiht.

1928 werden die ersten Nazareth-Schwestern aus Goppeln feierlich in Burg begrüsst und wohnen in der Scheunenstrasse 20, einem von Frau Zielaskowski der Katholischen Gemeinde geschenktem Haus. Die Schwestern leiten bis zum 29.08.1971 den noch heute bestehenden Kindergarten und sind gleichzeitig in der Krankenpflege tätig. 1939 wird auf Regierungsbeschluss die katholische Schule aufgelöst.

Nach Entwürfen von Christoph Grüger erhält 1960 der Chorraum neue Fenster. Am 24.09.1967 tritt Pfarrer Wilhelm Brusis seinen Dienst an, den er erst nach 30-jähriger Tätigkeit in Burg im Jahr 1997  durch Übergang in den Ruhestand beendet.

Anlässlich des 175-Gemeindejubiläums wird 1981 der neue Altar von Bischof Johannes Braun konsekriert. Im Jahr 1982 beginnt der Abriss des alten Gemeindesaales.

Kolpingbruder Ulf Hagemeier initiiert am 01. Dezember 1988 die Gründung der Burger Kolpingfamilie und am 12. Dezember 1990 Frau Gertrud Tippelt die KFD Gruppe Burg.

1991 erfolgt eine Neubeschichtung des Turmes mit Kupferblech, sowie der Aufbau einer neuen Wetterfahne. Im gleichen Jahr erfolgt die Rückgabe der katholischen Schule durch die Stadt Burg. Die Turmfenster werden 1992 restauriert und am 13. Januar erfolgt die Gründung der DJK "Concordia Burg", sowie die Antragstellung für den neuen Kindergarten. 1994 kann dann auch das Kirchendach gedeckt werden und 1995 die Kirchenfenster restauriert werden.

1996 erfolgt der Abriss der Gebäude Blumenthaler Strasse 5 und 6 und 1997 beginnt an dieser Stelle der Neubau des Kindergartens, der 1998 eingeweiht wird. Im Jahr 2001 beginnt der Umbau der alten Schulgebäude zu einem modernen Gemeindezentrum und Pfarrer Dr. Nachtwei übernimmt die Probstei in Dessau. Als neuer Pfarrer ist seit dem in Burg Pfarrer Dietrich Hartmann für die Gemeinde bis  2012 zuständig. Im Sommer 2012 wurde Pfarrer Jörg Bahrke durch Bischof Gerhard zum Pfarrei der Pfarrei St. Johannes ernannt.