Burg bei Magdeburg und Umgebung
Samuel Aston
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Samuel Aston

führte in Burg die Dampfmaschine ein.

Der Maschinenbauer Samuel Aston erhält am 23. März 1836 die Baugenehmigung für die Errichtung eines Fabrikgebäudes mit Dampfmaschine und Wasserrad auf dem Gelände Vogelgesang. Samuel Aston, Maschinenbaumechanikus, Ingenieur, wurde am 14. Februar 1792 in Wales/England geboren und starb am 29. Oktober in Burg an der Cholera.

Der aus Newport in Südwales/England stammende Aston wurde 1815/16 für die Arbeit in Deutschland angeworben du war einer der ersten deutschen Maschinenbauer. Im Jahre 1818 ist er als Mechaniker und Erbauer einer Dampfmaschine in Magdeburg bekannt und Mitglied der dortigen Kaufmannschaft. Von 1829 bis 1840 war er Eigentümer einer Magdeburger Maschinefabrik und von 1839 bis 1844 gleichfalls Eigentümer des Hüttenwerkes Sorge. Ab 1836 verlegt Aston seine Aktivitäten auch nach Burg und errichtet hier 1836 im Vogelgesang eine moderne Maschinefabrik mit einer in Burg erstmalig aufgestellten Dampfmaschine. Nachdem er Anfangs hölzerne Maschinen baute, konstruierte Aston bald in seiner eigenen Gießerei eiserne Maschinen. 1844 nimmt Aston zusätzlich die Produktion von Orleans und anderen Stoffen in seiner in Preußen erstmals mit mechanischen, eisernen Webstühlen ausgerüstete und von einer Dampfmaschine angetriebenen Weberei.

Verheiratete war Aston mit Louise, geb. Hoche, eine radikale frühe Feministin, die nach ihrer Theorie lebte und so zum Schrecken der gewöhnlichen Bürger wurde. Sie trug Männerkleidung, rauchte Zigarren, besucht ohne Männliche Begleitung Restaurants und lebte in „freier Liebe“. Nach 13 Jahren Ehe reichte Luise die Scheidung ein; die einzige Tochter wurde dem Vater zugesprochen, dieser verweigerte die gerichtlich verfügte Unterhalssumme für seine Frau.