Burg bei Magdeburg und Umgebung
Brigitte Reimann
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Brigitte Reimann

Brigitte Reimann wurde 1933 in Burg bei Magdeburg geboren. Nach dem Abitur arbeitete sie zunächst als Lehrerin, 1955 begann sie zu schreiben. Als Schriftstellerin vertrat sie den Bitterfelder Weg, nach dem Autoren versuchen sollten, durch Arbeit in Betrieben einen engeren Kontakt zum Volk herzustellen. Walter Ulbricht berief die Autorin in die Jugendkommission beim Zentralkomitee der SED. 1960 zog sie nach Hoyerswerda, wo sie bis 1968 wohnte. Während der Jahre in Hoyerswerda arbeitete sie im Kombinat Schwarze Pumpe. Aus dieser Tätigkeit heraus schrieb sie 1961 den Kurzroman Ankunft im Alltag. Er gab der so genannten Ankunftsliteratur den Namen. Sie war in dieser Zeit (1959 bis 1964) mit Siegfried Pitschmann verheiratet, mit dem sie mehrere gemeinsame Werke schuf. Von 1968 bis zu ihrem Tod 1973 wohnte sie in Neubrandenburg.

Brigitte Reimann erfuhr postum zahlreiche Ehrungen anlässlich ihres 70. Geburtstages im Jahr 2003. Unter anderem wurde in Hoyerswerda die Stadtbibliothek nach ihr benannt und in Neubrandenburg eine Brigitte-Reimann-Gedenkstätte eingerichtet. Ende März 2011 gab der Kunstverein Hoyerswerda bekannt, man sammle Geld, um in Hoyerswerda ein Denkmal für Brigitte Reimann zu errichten; genauere Pläne zur Ausgestaltung gebe es bereits. Die Stadtbibliothek ihrer Geburtsstadt Burg trägt seit dem 20. Februar 1986 ihren Namen. 2004 wurde Reimanns Leben in der Fernsehproduktion Hunger auf Leben mit Martina Gedeck in der Hauptrolle verfilmt.

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